Schutzbefohlene, die sich in Traiskirchen kennen gelernt haben, performen Jelineks Schutzbefohlene

Sonntag, 18.10. um 18:30 Uhr im Dschungel Wien

Montag, 19.10. um 19:00 Uhr im Schwarzenberg

Freitag, 13.11. um 19:00 Uhr im Werk X

Montag, 14.12. um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Wien

Donnerstag, 18.12. um 19:00 Uhr in der Brunnenpassage

Schutzbedürftige, die sich im Sommer 2015 hinter den Toren des Lagers in Traiskirchen kennengelernt haben, aus Afghanistan, dem Irak, aus Syrien, dem Iran und Somalia stammend, performen Stücke aus Elfriede Jelineks immer länger und länger werdenden Text „Die Schutzbefohlenen“.

Bernhard Dechant als verzweifelt überforderter Angestellter der ORS – Organisation für Regie und Spezialaufträge -, der Betreiberfirma des Erstaufnahmelagers Traiskirchen, leitet den Chor der Deutsch lernenden Flüchtlinge. Auf die Frage: „Wann sind wir wieder wer?“ hat er keine Antwort.
Die von Sun Sun Yap arrangierten Lieder der Flüchtenden legen die oft monatelangen Fluchtwege in wenigen Tönen zurück.

Jelineks Text ist die Spinne, die Fäden spinnt zwischen Menschen im Publikum, die ein leerstehendes Zimmer haben und Menschen auf der Bühne, die seit 5 Monaten in Traiskirchen hausen müssen. Zwischen Menschen, die in Syrien und dem Libanon im Theater das Publikum fesselten und solchen, die noch nie ein syrisches oder libanesisches Theaterstück gesehen haben. Zwischen Menschen, die sich schämen, weil sie um Hilfe bitten müssen und Menschen, die sich schämen, dringend benötigte Hilfe nicht geben zu dürfen.

Dabei spielt der Irrsinn der Flüchtlingspolitik Koregisseur: SchauspielerInnen werden gemäß Dublin-Verordnung nach Ungarn abgeschoben oder nach Vorarlberg transferiert. Neu in Österreich und Traiskirchen Ankommende nehmen ihren Platz im Ensemble ein. Der Theaterabend entwickelt sich notgedrungen entlang der politischen Ereignisse weiter.

Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“ wird in den nächsten Monaten an diversen Spielstätten zu sehen sein, welche refugees willkommen heißen.

Nach jeder Vorstellung findet ein Kennenlernen statt.

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  • Die schweigende Mehrheit sagt JA

    JA zur Solidarität mit Menschen in Not!
    JA zu einem Dach überm Kopf für ALLE!
    JA zu einer menschenwürdigen Behandlung von Flüchtlingen!